BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Natura 2000 und Sport - Konfliktvermeidung und Akzeptanzsteigerung


Dauer: 01. Juli 2009 bis 30. Juni 2011

Projekt-Beschreibung

Fortschreitender Flächenverbrauch und noch immer anhaltende Intensivierung und Strukturveränderung in Land- und Forstwirtschaft reduzieren Zahl und Flächen naturnaher Lebensräume in Europa weiterhin. Die verbleibenden Flächen sind einerseits Rückzugsraum für spezialisierte und störungsempfindliche Arten, andererseits sind sie vielfach auch attraktives Ziel oder Kulisse für Natursportaktivitäten. Auch der Rückgang der Arten hält weiter an. Das so genannte 2010-Ziel, den Artenrückgang in Europa zu stoppen, ist gescheitert. Die EU fordert die Mitgliedstaaten auf, die Bemühungen zu verstärken, den Rückgang von Arten und Lebensraumtypen aufzuhalten – innerhalb und außerhalb der NATURA 2000-Gebiete.

Beiträge zur Sicherung der Biologischen Vielfalt sind daher weiterhin auch dort zu leisten, wo Nutz und Schutz aneinander stoßen und entsprechende Konfliktlagen auftreten, indem die beteiligten Gruppen gemeinsam sachgerechte und für alle Seiten akzeptable Lösungen entwickeln und umsetzen – innerhalb und außerhalb von Schutzgebieten.

Da die Problematik nicht neu ist, liegen bereits viele Erfahrungen und gute Beispiele vor, die uns zeigen, wie man vorgehen kann und welche Möglichkeiten sich bewährt haben, Konflikte zu vermeiden und zu beseitigen, sowie Nutzung und Schutz so zu koordinieren, dass alle Seiten gewinnen.

Erprobte Kompromisslösungen, die sich durch ein hohes Maß an Akzeptanz auf beiden Seiten und durch individuellen Situationsbezug auszeichnen, werden in diesem Projekt gesammelt und nach einer Bewertung durch Natursportler und Naturschützer in einem Katalog von Hilfestellungen zusammengefasst.

Projektziele

Das Projekt zielt darauf ab, den Akteuren, die an der Lösung von Konflikten zwischen Naturschutz- und Natursportinteressen beteiligt sind, Hilfestellungen und Handreichungen an die Hand zu geben, die zeigen, auf welchen Wegen und mit welchen Mitteln typische Konfliktlagen reduziert oder beseitigt werden könnten. Dabei werden keine theoretischen Möglichkeiten aufgezeigt, sondern Erfahrungen aus früheren, erfolgreich bewältigen Konfliktlagen herangezogen und Wege und Ergebnisse anhand von Beispielen verdeutlicht.

Als „erfolgreiche Wege und Lösungen“ werden (nur) solche dargestellt, bei denen der erforderliche Schutz und die Entwicklung von Natur und Landschaft in Einklang gebracht werden konnte mit den Interessen der Natursportler. Erfolgreiche Beispiele sind gleichzeitig (nur) solche, bei denen die beteiligten Akteure auf Sport- wie auf Naturschutzseite der Lösung gleichermaßen zustimmen und an ihrer Umsetzung mitwirken.

Das Projekt zielt damit auf ein verträgliches Miteinander von Natursport und Naturschutz in Naturräumen ab. Es geht von der Prämisse aus, dass durch gemeinsame Konfliktlösungs- und Managementplanung sachgerechte Lösungen zu entwickeln sind, bei denen die Akzeptanz der Naturschutzziele verbessert und der Natursport Partner bei der Umsetzung nachhaltiger Nutzungskonzepte wird.


Projekthomepage   www.natura2000-und-sport.de

Projektträger

Verband Deutscher Sporttaucher (VDST / Federführung und Leitung)

 

Kooperationspartner

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND), Bundesarbeitskreis Freizeit, Sport, Tourismus (BAK FST)

Deutscher Aero Club e. V. (DAeC)

Deutscher Alpenverein e. V. (DAV)

Deutscher Hängegleiter-Verband e. V. (DHV)

Deutscher Kanu-Verband e. V. (DKV)

Deutsche Reiterliche Vereinigung e. V. (FN)

Kuratorium Sport und Natur e. V.

 

Ansprechpartner

Ines Fleer (Mail: ines.fleer@nds.bund.net)

Stefan Ott (Mail: stefan.ott@bund.net)


Fachbeirat des Projektes

Von rechts:
Gerlinde Hoffmann (Reiterliche Vereinigung); Ulrich Clausing (Deutscher Kanuverband); Stefan Ott (BUND); Nicholas Mailänder (Kuratorium Sport und Natur); Ines Fleer (BUND); Jörg Ruckriegel (DAV); Prof. Dr. Franz Brümmer (VDST); Björn Klaassen (DHV); Michael Pütsch (BfN); Inge Egli (DOSB); Dr. Roland Bauer (Landratsamt Esslingen); Dr. Ralph Schill (VDST)

Es fehlen:
Olaf Bandt (BUND); Dr. Heidrun Heidecke (BUND); Thomas Kleinjohann (DIMB); Dr. Wolfgang Scholze (DAeC); Prof. Dr. Helmut Scharpf (BTE Hannover); Rainer Seelig (MUNLV NRW); Klaus Werk (BBN)

Quelle: http://www.freizeit-sport-tourismus.bund.net/themen_und_projekte/natura_2000_und_sport/